GESCHICHTE
Die Ferienverbindung Neapolitania zu Neustadt blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück.
Gründung und erste Jahre (1896-1933): Gegründet 1896 in einer Neustadter Gastwirtschaft, wuchs die Verbindung schnell und zählte 1915 bereits 50 Mitglieder. 1919 bezog sie ihre Konstante “Grüntal”, die bis 2020 als zentraler Treffpunkt diente.
Nationalsozialismus und Wiederbelebung (1933-1960): Um der Gleichschaltung zu entgehen, wurde das Verbindungsleben 1933 eingestellt. Nach dem Krieg, 1948, wurde die Neapolitania wiederbelebt und ein Altherrenverband gegründet, um die Aktivitas zu unterstützen. Das 60. Stiftungsfest 1956 markierte einen Höhepunkt in dieser Zeit.
Dornröschenschlaf und Wandel (1960er – 1970er): Ende der 50er Jahre geriet die Neapolitania in eine Krise. Viele Traditionen gingen verloren und das Verbindungsleben kam fast zum Erliegen. Ende der 70er Jahre erlebte die Neapolitania jedoch einen Wandel. Sie öffnete sich für neue Mitglieder und Veranstaltungsformen, entwickelte sich von einer Ferien- zu einer Schülerverbindung und gewann so neue Mitglieder.
Aufschwung und Herausforderungen (1980er – 1990er): Nach einem erneuten Rückgang in den frühen 80ern erlebte die Neapolitania Ende der 80er einen Aufschwung. Es wurden neue Mitglieder gewonnen und ein Fuxenband eingeführt. Das 100. Gründungsjubiläum 1996 war ein besonderer Höhepunkt. Die Neapolitania engagierte sich in der Coburger Verbindungsszene und beteiligte sich am Stadtjubiläum von Neustadt.
Das neue Jahrtausend (2000 – heute): Wie schon in der Vergangenheit hat die Neapolitania auch im neuen Jahrtausend mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen.
Doch die Geschichte der Neapolitania ist nicht nur von Höhen und Tiefen, von Wachstum und Rückschlägen geprägt. Sie ist auch eine Geschichte von Beharrlichkeit und dem Willen, die Traditionen zu bewahren und gleichzeitig neue Wege zu gehen. Dieser Wille führte schließlich zu einem neuen Höhepunkt: Im Jahr 2020 bezog die Neapolitania ihr eigenes Verbindungshaus! Ein Zeichen für die lebendige Tradition und den optimistischen Blick in die Zukunft.
1896-1933
Zu Beginn des Jahres 1915 bestand die Verbindung aus etwa 50 Männern, was für einen so jungen Bund eine stattliche Anzahl darstellte.
Im Jahr 1919 bezog die Ferienverbindung Neapolitania ihre Konstante „Grüntal“, welche bis 2020 den festen Treffpunkt im Verbindungsleben für eine Vielzahl von Veranstaltungen bildete.
1933-1948
1948-1960
Am 20. Januar 1949 konstituierte sich mit der „Vereinigung alter Neapolitanier“ ein Altherrenverband, dessen ausschließlicher Zweck es ist, die Aktivitas in ideeller und materieller Hinsicht zu fördern.
Eine der ersten Höhepunkte nach der Rekonstitution war das 60. Stiftungsfest im Jahre 1956. 73 Bundesbrüder stark war die Verbindung bereits damals wieder.
60er Jahre
Zum 68. Stiftungsfest im Jahre 1964 verzeichnete die Neapolitania jedoch wieder stetigen Zuwachs an neuen Mitglieder, die allesamt aus dem ersten Abiturjahrgang der hiesigen Oberrealschule, dem heutigen Arnold-Gymnasium, rekrutiert werden konnten.
70er Jahre
Ein reger Zustrom an jungen Bundesbrüdern führte jedoch Ende der siebziger und Anfang der achtziger Jahre dazu, neue Veranstaltungsformen in das Semesterprogramm einfließen zu lassen. So realisierte man im Jahr 1977 die Neap-Rallye als eine Art verbindungsbezogener Orientierungsfahrt und im Jahr 1979 die Neapiade, welche beide bis heute feste Bestandteile im Verbindungsleben der Neapolitania darstellen.
Ende der siebziger Jahre hatte die Neapolitania faktisch den Wandel von einer reinen Ferienverbindung zur Schülerverbindung vollzogen. Ohne dabei die traditionellen Kneipen, Comment und verbindungsspezifischen Riten zu vernachlässigen, wurden gesellige Veranstaltungen nicht nurmehr in den studentischen Ferien, sondern über das ganze Jahr verteilt angeboten. Der Erfolg stellte sich alsbald ein, und so konnte man am 27. Dezember 1979 zur Weihnachtskneipe auf eine Corona von 80 Anwesenden Bundesbrüdern blicken.
80er und 90er Jahre
Ab dem Jahre 1983 verlangsamte sich allerdings der Aufschwung der Vorjahre wieder und die Neapolitania blickte wieder schwierigeren Zeiten entgegen.
Erst wieder im Jahr 1989 erlebte die Neapolitania durch beständige Keilarbeit einen regelrechten Ansturm an jungen Bundesbrüdern, sodass die damalige Chargia zum 93. Stiftungsfest mit 14 neuen Füxen einen stattliche gefüllten Fuxenstall der Festcorona präsentieren konnte.
Am 22. März 1991 beschloss die Neapolitania nach längerer Diskussion, ein Fuxenband für die neuen jungen Mitglieder einzuführen. Dieses trug zunächst die Farben Weiß-Grün – das Privileg, die dritte Farbe Gold tragen zu dürfen, sollte den Burschen vorbehalten bleiben. Wenig später erfolgte allerdings der Wechsel der Fuxenfarben in Grün-Weiß, eine Reminiszenz an die Farben des alten Herzogtums Sachsen-Coburg-Gotha, welches ja auch im Wappen der Neapolitania ihren Niederschlag gefunden hatte.
Vom 2. bis 6. Oktober 1996 feierte die Ferienverbindung Neapolitania zu Neustadt ihr 100. Gründungsjubiläum und konnte dabei eine Großzahl an Bundesbrüdern aus nah und fern sowie eine Vielzahl von Gästen begrüßen.
Am 15. Februar 1997 fanden sich in der Konstanten „Grüntal“ Vertreter der fünf Schüler- und Ferienverbindungen im Coburger Raum zusammen, um nach der Durchführung des ersten Fünf-Farben-Kommerses im Januar des gleichen Jahres in Coburg unter dem Vorsitz der Schülerverbindung Casimiriana, die Gründung einer Interessengemeinschaft zu vereinbaren. Daraus resultierte die Gründung des CVC, der Coburger Vertreter Konvent, dessen Zweck es war Kontakte unter den beteiligten Bünden zu pflegen.
Im Juni 1998 nahmen die Chargierten der Neapolitania im historischen Festumzug zum 750. Stadtjubiläum der Stadt Neustadt teil.